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Projekt „Musik tut gut“

Im Herbst 2019 starteten wir im Pflegezentrum Yspertal  das Projekt „ Musik tut gut“ unter der Leitung von Herrn Gerhard Leonhartsberger, er ist ausgebildeter Musikpädagoge. Frau Carina Hinterndorfer, Sozialpädagogin und Musiktherapeutin, sowie Frau Dagmar Katzengruber, Sozialpädagogin ergänzen das Team des Projekts „Musik tut gut“. Zehn Einheiten fanden in der Projektphase statt. Die positiven Ergebnisse aus dem Projekt bei den Bewohnerinnen und Bewohnern, und die Begeisterung der Angehörigen haben uns dazu veranlasst, dass „Musik tut gut“ ab dem 03.08.2020 nachhaltig im Pflegezentrum Yspertal einmal wöchentlich als fixer Punkt implementiert wird.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Seniorinnen und Senioren, die Musik und die Pädagogik. Verschiedene Blickwinkel sollen im gemeinsamen Interagieren in den Mittelpunkt gestellt werden. Sowohl die Aktivierung, als auch die Entspannung sind vordergründig. Die biografischen Daten der einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden miteinbezogen.

Richtungsweisend sind die Ansätze der Musikgeragogik, also die adäquate Vermittlung von Musik in einem konkreten Setting.  Es ist keine herkömmliche „Musikrunde“ im Sinne von allgemeinem Singen mit/ohne Instrumentenbegleitung.

Die Teilnahme der Bewohnerinnen und Bewohner basiert auf Freiwilligkeit.

Das gesamte Projekt wird basierend auf den pädagogischen Prinzipien der Musikgeragogik und bezogen auf die Prinzipien von Joachim Bauer gestützt.

Einmal pro Woche findet eine Musikeinheit von 60 Minuten in einer konstant gleichen Gruppe statt mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 12 Personen. Im Multifunktionsraum wird ein Sesselkreis gebildet und die Instrumente und alle benötigten Materialien werden von den drei Pädagogen zur Verfügung gestellt in Kombination mit Utensilien der Einrichtung aus dem Bereich der Seniorenbetreuung.

Ziel ist es für die Bewohnerinnen und Bewohner eine ansprechende Tagesgestaltung und Tagesstrukturierung zu organisieren. Es soll der Erhalt der Erinnerungsfähigkeit trainiert werden. Die persönlichen, individuelle Ressourcen jeder einzelnen Person werden aktiviert und Kompetenzen werden gesteigert. Defizite werden kompensiert.

Die körperliche und psychische Leistungsfähigkeit bleibt erhalten. Ziel ist es, Seniorinnen und Senioren zur selbstbestimmten Lebensführung zu befähigen, alterstypisches Lernverhalten fördern und soziale Beziehungen zwischen älteren Menschen fördern.

Als Projektergebnisse konnten beispielsweise der Erhalt der Erinnerungsfähigkeit durch die kognitive Aktivierung, die Steigerung des persönlichen Wohlbefindens, die Verbesserung der emotionalen Schwingungsfähigkeit, die Verbesserung des Sprech- bzw. Stimmapparates und die Entspannung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beobachtet werden, um nur einige zu nennen.

Weitere Beobachtungen hinsichtlich der Förderung sozialer Kontakte und sozialer Kompetenzen konnten ebenfalls positiv wahrgenommen werden.

Durch die Regelmäßigkeit der Tagesstruktur wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Sicherheit vermittelt.